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Kinder bewegen!

Kooperation Schule/Verein und Schule/Verein/Kindergarten 2011/12 – 2012/13

Zusammenarbeit wichtiger denn je...

Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble sagt: "In den frühen Jahren der Kindheit werden die Weichen gestellt, ob sportliche Betätigung als ein unverzichtbarer und positiv besetzter Bestandteil des Lebens oder nur als lästige Pflicht angesehen wird. Es ist eine bedeutsame gesellschaftliche Aufgabe, Kindern hier den richtigen Start zu geben“.


Eigentlich sollte Sport, Spiel und Bewegung ein fester Bestandteil der Lebenswelt aller Kinder sein. Kinder zu „bewegen“, darin liegt die große Möglichkeit, positiv auf ihre Entwicklung einzuwirken. Die Forschung zeigt, dass Sport und bewegungsorientierter Unterricht schon in der frühkindlichen Erziehung, in vielfältiger Weise die sprachliche, intellektuelle und körperliche Entwicklung von Kindern unterstützt. Beim Sport gilt es soziale Schranken zu überwinden und die Integration benachteiligter Kinder zu unterstützen.


Mehr Bilder von den Kooperationen gibt es >>>hier<<<


"Sport ist doch nur Sport!"

Sport ist wesentlich mehr als "nur Sport"!


Berücksichtigen wir mal, dass 10% der Kinder motorische Koordinationsprobleme zeigen. Durch mangelnde Anregung und Schulung der Sinne, werden die Schaltzentren im Gehirn nicht hergestellt. Es entsteht Unsicherheit und die Ungeschicklichkeit nimmt zu. 10% der Jungs und 5% der Mädchen reagieren auf Probleme mit psychosomatischen Störungen. Das sind sicher Ergebnisse, die auch durch den gesellschaftlichen Wandel entstehen. Viele Kinder haben nicht mehr die Möglichkeit ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben. Das Freizeitangebot umfasst, selbstverständlich nicht bei allen, aber häufig: Fernsehen, Computerspielen, Playstation. Bei einem Großteil fällt das freie Spiel auf der Straße, im Garten oder einfach im Freien, eben mal so weg. Durch Fehlsteuerungen in der Ernährung (ich konnte früher in der Schule kein Eis kaufen), sind immer häufiger, bereits in der Grundschule Kinder mit dem Ansatz zu Übergewicht anzutreffen.
Wo kann ein Kind besser lernen, auch mal eine Enttäuschung hinzunehmen, einen Misserfolg wegzustecken, wenn das Team verliert oder auch mal ein kritisches Wort zu verdauen…….!?

Anerkennung – Anregung – Anleitung so heißt es, ist das „magische Erziehungsdreick“
Diese Begriffe müssen nicht weiter erklärt werden, wir könnten sie auch einfach durch die Worte „treibe Sport“ ersetzen. Wir im Sport setzen Regeln, zeigen Grenzen auf und treffen Vereinbarungen, ganz nebenbei erfüllen wir alles, was das „Erziehungsdreieck“ fordert.


"Schule und Verein tun genug für den Kindersport"


(Auszug aus dem zweiten Deutschen Kinder und Jugendsportbericht aus dem Jahre 2008)
Diese Auffassung teilen die Sportwissenschaftler nur zum Teil. In der Schule, werde keineswegs genug für den Sport getan. Das Angebot für Sport und Bewegung sei ganz im Gegenteil als unzureichend zu bezeichnen. Noch würden Erzieherinnen und Grundschullehrer nicht in angemessener Form ausgebildet. In der Ausbildung der Erzieherinnen fehle die Bewegungsausbildung ganz und in der Grundschule würden bis zu 80 Prozent des Sportunterrichts von fachfremden Lehrerinnen und Lehrern erteilt. Es sei daher nicht verwunderlich, dass die Bewegungsförderung der Kinder auf niedrigem Niveau stagniere. Die Sportvereine, spielen für die Bewegungserziehung des Nachwuchses eine herausragende Rolle. Es sei jedoch für den Vereinssport sehr wichtig, den Kindern ein breitgefächertes Bewegungsangebot zu machen.
Studien in Kindergärten zeigen, dass kombinierte Angebote aus Sprachförderung und Bewegung deutlich bessere Ergebnisse beim Spracherwerb gebracht hätten als Sprachförderung allein.

Jetzt kommen wir ins Spiel,

mit drei Kooperationen Schule/Verein und zwei Kooperationen Schule/Verein/Kindergarten, versuchen wir unseren Beitrag, im Hinblick auf Bewegungsförderung im Kindesalter zu leisten. Zu unseren regelmäßigen Angeboten in den Kindergärten, nur ein kleiner Auszug an Sonderaktivitäten, die wir gemeinsam mit der Schule veranstalten.
Bewegungstag für Erstklässler, Grundschulhandballtag und AOK Spielabzeichen, zwei Grundschulhandballturniere pro Schuljahr für die dritten und vierten Klassen, Jugendtrainiert für Olympia, Bewegungserziehung für die Grundschulförderklasse.
Für das kommende Schuljahr 2012-13 haben wir das neue Sportförderprogramm vom BSB, mit dem Namen „Pfiff“, zum Anlass genommen, uns mit vier Kindergarteneinrichtungen zu bewerben. Hierbei geht es um die Selbstregulation von Kindern durch Bewegung und Spiel. Diese Maßnahme ist sinnigerweise auf drei Jahre angelegt, in der sich die Vereine mit den Kindergärten zur Zusammenarbeit verpflichten.  Auch beinhaltet dieses Projekt zwei Fortbildungen für Erzieherinnen und den zuständigen Übungsleiter. Wir wünschen uns, dass wir mit allen vier Kooperationen, bei der Unterstützung des BSB oder möglicherweise der Stadt Pforzheim, die das Projekt mit aufgreift, berücksichtigt werden.
So würden sich unserer Kooperationsmaßnahmen, dann, auf sieben Projekte erweitern.


Beate Lupus
Leitung Kooperation Schule/Verein/Kindergarten

SG Pforzheim / Eutingen

 
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